Sera´s “crystal clear Professional” möchte die Filterwatte revolutionieren!

Produktneuheiten sind in unserem Hobby vergleichsweise selten und so feiert man eine Neuankündigung fast immer ein kleinwenig ab. Dennoch weiß man manchmal nicht so genau ob das ein oder andere Produkt tatsächlich eine Daseinsberechtigung besitzen darf?

Quelle: Sera.de

Bei Sera versucht man zurzeit ein Comeback der augenscheinlich wenig verbesserungsbedürftigen Filterwatte und stellt kurzerhand das neu designte “crystal clear Professional” Filtermedium vor.
Wenn es nämlich nach dem Hersteller geht, ist so eine kleine Innovation schon längst überfällig und tatsächlich, so unbefriedigend wie Anfangs gedacht ist das neue Filtermedium gar nicht.

Kampf der Trübung

Filterwatte ist ein Filtermedium das wahrscheinlich schon in jedem Aquarium zum Einsatz kam. Manchmal sporadisch, manchmal dauerhaft, aber fast immer aus dem selben Grund, nämlich der Trübung im Wasser ein Ende zu bereiten. Bei mir kommt die Filterwatte fortwährend zum Einsatz, muss aber spätestens nach dem dritten, eher schon nach dem zweiten, Wasserwechsel (knapp 2-3 Wochen) erneuert werden. Auswaschen ist danach so gut unmöglich. Genau hier versucht “sera crystal clear Professional” den bekannten Fuß in die Tür zu bekommen und bietet eine beständigere Lösung für die Feinfilterung an.

Eine patentierte 3D-Faserstruktur entfernt nicht nur Trübungen ab 10 µm Größe, sondern soll dank seiner formstabilen Beschaffenheit sogar mehrfaches Auswaschen widerstehen. Ein Filterball soll dabei knapp 30 Liter Aquariumwasser filtern können, eine Packung mit a´12 Bällen reicht demnach für bis zu 360 Liter Aquarienwasser. Der Verkaufspreis liegt bei etwas weniger als 10€, was bei mehrfacher Benutzung tatsächlich einen moderaten Preis darstellt.

Das Produktvideo lässt hoffen das an der “Wiederverwendbarkeit” der Watte tatsächlich was dran sein könnte. Zumindest ließen sich die Bälle schnell und einfach auswaschen (ab min. 2.35) und behielten danach trotzdem ihre Kugelform.

Ob das für ein Verkaufsargument ausreicht, bleibt abzuwarten. Ein Vorteil hätte die Ballform ohnehin! Das Filtermedium kann einfacher und vor allem etappenweise aus dem Innenfilter/Außenfilter herausgenommen werden, ohne das dabei ein großer Teil des ausgefilterten Materials wieder im Filter oder gar Aquarium landet. Wenn die Filterbälle tatsächlich mehrmals wiederverwendbar sind und danach immer noch Aufnahmekapazität besitzen, kann man schon von einer kleinen Evolution sprechen. Letztendlich kann man viel über ein Produkt reden und spekulieren, entscheidend ist die Praxiserfahrung und die lässt bestimmt nicht lang aus sich warten.

 

   

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