3D Malereien von Keng Lye (alter Artikel neu eingeharzt)

Ich hatte das Glück einen Künstler beim “Carving” mit seiner Kettensäge zu beobachten. Er schnitt mit wenig Mühe einen super aussehenden Bären aus einem Stück Holzstamm. Anschließend erzählte ich ihm, das ich es total faszinierend finde wie man solch dreidimensionale Figuren aus ein Stück Toten Baum entstehen lassen kann, und das sowas bestimmt sehr schwer zu bewerkstelligen sei. Er aber antwortete darauf nur lapidar und mit leicht erhobener Stimme:

“…Das ist gar nicht so schwer! Du nimmst ein Stück Holz und schneidest einfach alles weg was nicht nach Bär aussieht”.

Das war zwar nicht die Antwort die ich erwartet hatte, aber sicherlich die die ich verdient habe.

Schicht um Schicht

So oder so ähnlich wäre es mir vermutlich auch ergangen, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte ein paar Worte mit “Keng Lye” zu wechseln, allerdings war ich noch nie in Singapur und zweitens ist mein Malaiisch noch schlechter als mein Englisch. Trotzdem sind seine Kunstwerke Atemberaubend, allen voran sein Kreationen aus der “Alive Without Breath” Reihe. (Bilder-Flickr: https://www.flickr.com/photos/kenglye/22660742142/)

Quelle: Flickr

Um die Brücke zum anfangs erwähnten “Carving” zu schließen, das Verfahren mit dem man so atemberaubende Kunstwerke erschaffen lässt, ist einfach erklärt, aber schwer zu bewerkstelligen. Schicht um Schicht arbeitet sich der Künstler immer weiter nach oben, ähnlich einem 3D Drucker, um am Ende ein dreidimensionales Bild entstehen zu lassen. Schwer daran ist nicht nur das künstlerische Handwerk, sondern die Voraussicht die man dafür benötigt. Das fertige Kunstwerk sieht erst beim letzten Schritt nach dem aus was es sein soll. Jeder der Bob Ross aus dem TV kennt, weiß was ich meine.

Das nachfolgende Video erklärt auf eindrucksvolle Weise das, was ich gerade versucht habe zu erklären.

Kaufen kann man die Kunstwerke von Keng Lye natürlich im Hauseigenem Gemeinschaftsstore. Mit Preisen eines Kleinwagens wird es aber sicherlich kein Vergnügen für jedermann werden, auf seiner eingerichteten Flickr- oder Facebookseite gibt es massig weitere Bilder seiner figurativen Werke. Zwar sind die Bilder teilweise schon in die Jahre gekommen, beziehungsweise schon oft genug im Netz propagiert worden, dennoch kein Grund es hier nicht nochmals aufzuzeigen. Zumal mein alter Blogbeitrag darüber leider verloren gegangen ist.

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