Juwel BioFlow Ausströmer und das CO2 Verhalten

Man soll nicht glauben wie wichtig die Wasserverteilung in Kombination mit einem passiven CO2-Diffusor sein kann. Dabei war mir schon klar, das so ein passiver CO2-Reaktor ein strömungsverliebtes Kerlchen ist. In vielen Fällen hindert einem aber die eigene Gestaltungsvorstellung ein optimales platzieren des bauartbedingt zu großen Reaktors. Selbst wenn die Wasserumwälzung im Aquarium ansonsten sehr vorbildlich ist, kann es unter Umständen zu einer schlechten Diffusion des Gases kommen wenn der Reaktor dummerweise seinen Platz in einem weniger umströmten Bereich gefunden hat.

Für meinen Geschmack war der CO2 Verbrach, mit knapp 180 Blasen in der Minute, einfach zu hoch um einigermaßen die 20mg/l Sättigung zu erreichen. An der Position der PH-Sonde konnte es nicht gelegen haben, diese wurde in letzter Zeit mehrmals versetzt, ohne das sich dabei das Ergebnis merklich veränderte. Somit bleibt nur die Position des CO2 Diffusor als Übeltäter übrig.

Wieso erzähl ich euch das alles? Für das Strömungsloch, und die damit relativ schlechte Verteilung des CO2 Gases, mache ich den simplen Auslass des BioFlow Innenfilters verantwortlich.

Den BioFlow Innenfilter der Firma Juwel, findet man Standardmäßig in fast jedem Becken der gleichnamigen Firma. Leistungstechnisch eigentlich ein sehr guter Innenfilter, mit nur einem kleinen Handikap – der vorinstallierte Ausströmer. Dieser ist in seiner Anpassungsfähigkeit sehr eingeschränkt und besteht aus nur einem Bogen, dadurch lässt er nur sehr wenig Spielraum in der Wasserverteilung zu. Infolgedessen kann man ihn entweder nach oben, nach unten oder eben nur in die Mitte des Beckens richten.

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Vermutlich möchte man den Kunden nicht mit zu vielen Verstellmöglichkeiten überfordern und geht damit die Prämisse ein, eine für den vom Hersteller optimal berechnete Strömung zu verwenden. Dem kann man Grundsätzlich nicht widersprechen, denn die Wasserverteilung ist wirklich ganz ordentlich.

Wasserströmung mit einem Wasseraufbereiter testen

Sogenannte natürliche Wasseraufbereiter (z.B. JBL Clynol, Dennerle Clear Water Elixier oder Easy-Life Filter Medium), hinterlassen im Zeitraum von ein paar Stunden eine milchige Trübung im Aquarium. Die dadurch erzeugte “weiße Wolke” lässt sich prima nutzen um das Strömungsverhalten im Aquarium zu beobachten. Vorausgesetzt man kippt die Flüssigkeit in der Nähe des Ausströmers ein.

Innerhalb einer Minute war das ganze Becken in eine gleichmäßige milchige Brühe verwandelt, ergo scheint die Verteilung des gefilterten Wassers ganz ordentlich zu sein. Dennoch traut man den Frieden bei Juwel nicht wirklich, anders ist es nicht zu erklären wieso man ein erweitertes “Ausströmer Set” als Zubehör anbietet.

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Mit diesem zweiten ansteckbaren 45° Bogen, kann der Wasserstrahl in jede Richtung des Beckens gelenkt werden. Die Verstellmöglichkeiten sind damit quasi unbegrenzt, wenn auch ein klein wenig pfriemelig.

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Nach ein bisschen testen habe ich den für mich besten Winkel gefunden und konnte somit den CO2 Verbrauch mit etwas weniger als 100 Blasen pro Minute beinahe halbieren. Der CO2 Reaktor blieb dabei natürlich an Ort und Stelle, da es für mich aus künstlerischen Gründen nicht in Frage kam die Position des JBL ProFlora Taifun zu ändern.

Ein kleiner Nachteil trübt die durchweg positive Anschaffung des Ausströmer Sets, nämlich die unzähligen Möglichkeiten an den Einstellungen. Diese können einem zum endlosen experimentieren verleiten, streng nach der Devise “So könnte die Strömung vielleicht ein bisschen besser sein”. Dennoch möchte ich die damit verbundene Flexibilität nicht mehr vermissen und frage mich wieso das für ein paar Euro (Cent) hergestellte Zubehör nicht im Lieferumfang des BioFlow befindet.

 

  

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