Das Juwel Trigon 350 hat das Rennen gemacht

Das Juwel Trigon 350 hat das Rennen gemacht

Irgendwann muss alles ein Ende haben, so auch meine Suche nach einem neuen Aquarium. Ich war bis dato natürlich total unschlüssig und so gab es ständig ein für und wieder bei den letzten drei Kandidaten. Alle Aspiranten hatten für sich natürlich Vorteile und trotzdem musste ich für mich für einen der drei entscheiden.

Gründe für das Trigon 350

Natürlich habe ich mir im Vorfeld sehr viel Gedanken über den Kauf eines Beckens gemacht, am Ende gab es aber einige Punkte die das sogenannte Zünglein an der Waage ausmachten. Schließlich gibt es so gesehen keinen wirklichen Verlierer, aber am Ende muss man seine Entscheidung fällen und meine fiel eben auf das Trigon 350 vom Juwel. Einige Gründe hierfür möchte ich etwas ausführlicher benennen.

Beleuchtung

Allen Voran spielt natürlich die Beleuchtung eine nicht zu unterschätzende Rolle, wer hat schon Lust nachträglich Geld auszugeben. Bei fast 0,5 Watt pro Liter Aquarienwasser hat das Juwel Trigon 350 das Rennen für sich entscheiden können. Klar kann man alles irgendwie nachkaufen oder auch höher bestellen, aber vorerst möchte ich mich auf keine zusätzliche Kosten einlassen, von denen kommen ja noch genügend hinzu 😉 . Außerdem sollte so ein Biologisches-System eine gewisse Zeit für sich bekommen, bevor man sich ein Urteil über zu viel oder zu wenig Lichtleistung bilden darf. Rein rechnerisch dürfte die Beleuchtung auf jeden Fall ausreichend sein.

Quelle: http://www.juwel-aquarium.de/Produkte/Weiteres/Beleuchtung/Einsatzleuchten/HiLite-Einsatzleuchte-55cm-2x24W-2-x-24-W-55-cm.html
Quelle: Juwel-Aquarium

Zweimal 24W und zweimal 45 Watt ergeben eine Leistung von exakt 138 Watt. In Verbindung mit der gleichen Anzahl an Reflektoren, sollte sich die Leistung noch etwas verbessern lassen. Höchstwahrscheinlich nicht um die Versprochenen 100%, aber doch spürbar. Eine LED-Version des Trigon gibt es noch nicht, wobei ich mir immer noch nicht ganz sicher bin ob LED´s tatsächlich der Weisheit letzter Schluß sind?

Gute LED´s verbrauchen fast eben soviel Strom wie herkömmliche T5 Lampen, dafür benötigen sie dicke Kühlkörper um möglichst viel Abwärme an die Luft abzugeben. So wirklich überzeugt bin ich von der neuen Lichttechnik noch nicht. Vorteile der LED wären die lange Haltbarkeit und bei immenser Leistung auch eine tiefe Ausleuchtung, Nachteil wäre hier der hohe Anschaffungspreis und die doch noch geringere Erfahrung.

Filterung

Am Ende wurde es dann doch ein Innenfilter, auch wenn die Filterart kein großes Gewicht in der Kaufentscheidung hatte. Klar nimmt jeder Innenfilter wertvollen Innenraum für sich in Anspruch und logischerweise ist der Innenfilter bei der Wartung in tiefen Becken, wie dem Trigon 350, schwerer zu erreichen, dennoch ist der Sicherheitsaspekt ein nicht zu vernachlässigender Vorteil. Der BioFlow besitzt 8 Liter Filtervolumen und zählt somit zu den größeren seiner Art, mit 8 Watt Leistungsaufnahme ist er recht sparsam.

Doppelstromprinzip

Eine andere besondere Verfahrensweise des Filters war mir bis vor kurzen gar nicht bewusst, die Rede ist vom Doppelstromprinzip.

Quelle: Juwel-Aquarium
Quelle: Juwel-Aquarium

Mit dem Doppelstromprinzip versucht Juwel zwei Filterungsvarianten in einem Gehäuse zu verbauen. Unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten im Filter sorgen dafür das zwei Arten der Filterung zum tragen kommen. Einmal eine langsame Fließgeschwindigkeit um Bakterien den Abbau von Schadstoffen zu gewährleisten und einmal eine schnelle Fließgeschwindigkeit um das Wasser mechanisch von Verunreinigungen zu befreien.

Eine weitere pfiffige Lösung ist das integrieren des Heizstabes im Filtergehäuse. Nicht nur das es optisch aufgeräumter aussieht, das gleichmäßige Umströmen des Stabes soll eine bessere Verteilung der Wärme bieten. Ob das ganze nur Marketing-Geblubber ist oder tatsächlich einen merklichen Vorteil hat, werde ich im Normalen Gebrauch vermutlich nicht feststellen können. Das die Technik unsichtbar hinter einem Kasten verschwindet dafür schon 🙂

Gebogene Frontscheibe

Total verzerrte Sicht, Fische sehen größer aus als sie tatsächlich sind und Fotos machen ist unmöglich! Das sind die Aussagen die man oft im Zusammenhang mit einer gewölbten Frontscheibe lesen kann. Ich selber hatte auch schon ein Aquarium mit gewölbter Front und muss sagen das der Effekt, wenn auch minimal vorhanden, weniger störend wahrgenommen wird als man im Vorhinein vermuten würde. Natürlich darf man sich daran stören, mir persönlich hat es aber keine Kopfschmerzen bereitet.

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Etwas komplizierter kann es beim reinigen der Scheiben werden, da ich allerdings überwiegend mit einem Klingenmagnet arbeite, oder mir einem Reinigungshandschuh, ist dieser Umstand für mich nicht weiter schlimm. Durch die Biegung wirkt das Aquarium nicht nur größer, sondern ist es auch tatsächlich. Natürlich ist eine gebogene Scheibe ein Designkniff den man mag oder eben nicht und so muss jeder selber wissen ob er eine erdulden kann oder eben nicht. Ich persönlich bin bis jetzt ein Fan dieser Biegung.

Am Ende

Natürlich sollte der Preis KEINE Rolle spielen, dummerweise tut es das trotzdem. In der freien Wildbahn findet man das Trigon 350 schon ab knapp 800 Euro oder darunter. Für ein komplettes System mit mehr als 300 Liter eine attraktive Preisgestaltung. Als Dekor habe ich mich für DIE klassische Farbe entschieden. Weiß passt immer und bevor mir die Augen schmerzen weil sich farblich etwas beißt, bleib ich lieber in der harmonisch immer passenden Kolorierung.

Bleibt nur noch zu sagen das ich hoffe die richtige Wahl getroffen zu haben. Einen Testbericht wird es natürlich auch geben sobald das Set geliefert und bei mir aufgebaut wurde.

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