Aquarium nach der Dry-Start-Methode einrichten

Vor ein paar Jahren bin schon einmal auf dieses Thema gestoßen, leider habe ich diese Art der Aquarium Einrichtung schnell wieder aus den Augen verloren. Da ich aber an dem Punkt bin mir bald wieder ein Aquarium einzurichten, bin ich erneut auf die Dry-Start-Methode aufmerksam geworden. Die Dry-Start-Methode, also ein “Planmäßiger Trockenstart”, klingt sehr ungewöhnlich für ein Aquarium. Allerdings wird es von nicht wenigen Aquascapern mit Erfolg angewendet. Auf der Homepage von Aquascapia wurde vor längerer Zeit auch schon ein kurzer Artikel zum Thema Dry-Start veröffentlicht und ein bisschen Erklärt.

Was ist die Dry-Start-Methode

Im Grunde wird das komplette Aquarium trocken aufgebaut und auch eine längere Zeitlang ohne Wasser betrieben. Ausgenommen sind natürlich Stengelpflanzen die ohne Wasser nicht aufrecht stehen können und deswegen erst im gefluteten Aquarium eingepflanzt werden.

Das einzige das Unterwasser steht ist der Soil. Soil ist ein spezieller Bodengrund, der eine leicht saure und enthärtete Wirkung auf das Aquarienwasser ausübt und sich damit positiv auf die Wasserpflanzen auswirken soll.

Abgedeckt wird das Aquarium auch manchmal mit einer Folie, um so eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit zu erhalten.

Bildquelle: Aquascapia.de
Bildquelle: Aquascapia.de

Natürlich muss man bestimmte Punkte dabei beachten, die da wären Belüftung, Beleuchtung und regelmäßige Befeuchtung. Für einen schnellen Überblick eignet sich am besten die oben erwähnte Kurzanleitung von Timo Wünsche. Wer es etwas genauer haben möchte, sollte einen längeren Blick auf die Seite von Flowgrow.de werfen, da gibt es unter anderem eine ausführliche Anleitung als PDF.

Mein Dry Start PDF
Mein Dry Start PDF

Trotzdem ist es irgendwie komisch ein Aquarium ohne Wasser über mehrere Wochen zu betreiben, allerdings ist diese Herangehensweise in der Szene nicht ungewöhnlich! Ein Blick auf Youtube fördert doch einige Videos zu dem Thema “Dry Start Methode” zu Tage. Dabei wird das Aquarium im normalen Rhythmus beleuchtet und auch gedüngt.

Nach der trockenen Einlaufzeit, die nach eigenem Ermessen über mehrere Wochen gehen kann, wird das Becken geflutet und mit CO2 versorgt.

Vorteile der Die Dry-Start-Methode

Als “Normal-Aquarianer” fragt man sich natürlich worin der Vorteil einer mehrwöchigen Trockenphase liegt. Zuerst einmal sollte man wissen das die meisten Aquarienpflanzen emers gezogen werden, also außerhalb des Wassers, und sich erst im Aquarium an das submerse (abgetauchte) Leben gewöhnen müssen. Das ist nicht ungewöhnlich, da in der Natur nur die wenigsten Pflanzen ein reines Unterwasserleben führen sondern nur in der Regenzeit überschwemmt werden.

Bei der Dry-Start-Methode sollen gerade niedrig wachsende (rasenbildende) Pflanzen weniger Probleme mit dem anwachsen haben. In der mehrwöchigen Trockeneinlaufzeit kann das Wurzelwerk sich im Bodengrund besser ausbreiten und sich so eine höhere Widerstandsfähigkeit erarbeiten. Die Dry-Start-Methode wurde auch im Aquascaping-Forum schon mehrfach besprochen und behandelt.

Ganz ungefährlich scheint die Methode dennoch nicht zu sein, Stichwort Düngung und Schimmel, aber anscheinend ist es ein tolerierbares Risiko. Wie aber sieht es bei normalen Aquarien aus? Kann hier die Dry-Start-Methode auch förderlich sein?

 

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