Test CristalProfi i100 greenline (von 2013)

Test CristalProfi i100 greenline (von 2013)

Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen und vorab die Packung des CristalProfi i 100 geöffnet. Nur um mal zu wissen was so auf mich zukommt, wenn ich versuche den Innenfilter in meinem Sera Marin Cube zu verbauen. Dieses Vorhaben könnte mir leider auch misslingen, da die Innenwand, an dem der i100 einmal hängen soll, aus Kunstoff ist. Das Aquarium selber besteht zwar aus Glas, der eingebaute Filterkasten aber nicht. Dieser ist aus einem Kunstoff das in das Becken eingearbeitet wurde.

Aber der Reihe nach.

Das alles befindet sich in der Verpackung des Innenfilters, sauber aufgeräumt und verstaut.

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Eigentlich nichts besonderes, alles so wie es sein soll – eben sicher verpackt. Leider hatte ich nie das Vergnügen den Vorgänger etwas genauer zu begutachten, außer hier und da im Baumarkt oder beim Aquaristikhändler. Der Hauptunterschied, neben dem Verbrauch (8 Watt neu zu 11 Watt alt), ist der Wegfall der Haltemagnete. Der “alte” CristalProfi i100 wurde nicht wie der “neue” CristalProfi i100 greenline mit Saugnäpfen gehalten, sondern hielt mittels Magneten in der Aquarienecke. Nun muss ich hoffen das mein Kunstoff-Innen-Filterkasten glatt genug ist um den Filter mittels Saugnäpfe zu befestigen. Denn sollte das nicht der Fall sein, fällt mein Unterfangen den CristalProfi i100 greenline im Meerwasserbecken zu betreiben ins Wasser – im wahrsten Sinne! Leider ersetzt der “Neue” den alten i100 (ohne greenline) und wird diesen somit nach und nach aus den Händlerregalen vertreiben.

Gründe für den Wechsel von Magneten zu Saugnäpfen ist in erster Linie sicherlich der Preis, aber es soll auch der Geräuschpegel dadurch verringert werden. Da der “Alte” direkten Kontakt mit der Aquarienscheibe hatte, wurden auch alle Vibrationen die mit so einem Filter einhergehen auf diese übertragen. Im ungünstigsten Fall kam es so zu “Klappergeräuschen”, da sich die Vibration des Filters über das ganze Aquarium bis hin zum Deckel verteilt. Im schlimmsten Fall kommt es somit zu Klappergeräuschen oder ähnlichem.

Wie gesagt, ich selber konnte den Vorgänger diesbezüglich leider nicht testen, das kann man jetzt glauben oder auch nicht. Immerhin wäre es auch möglich gewesen das Gehäuse vom Magnethalter zu entkoppeln, aber ob dieser Aufwand preislich gerechtfertigt wäre ist die andere Frage. Zumal dadurch der Filter an Größe zunimmt und damit wertvollen Platz im Aquarium einnimmt.

JBL will das ganze aber dadurch kompensieren, indem man sich einen Kniff bei den Saugnäpfen einfallen hat lassen.

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Diese sind in der Mitte mit einem Loch versehen, der im Normalzustand mittels eines Dorns verschlossen ist.

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Der Dorn kann mittels leichtem Druck auf den Seitlich befindlichen Hebeln (roter Pfeil im Bild unten) eingezogen werden. Somit gelangt Luft zwischen Scheibe und Saugnapf und der Unterdruck löst sich dann in Wohlgefallen auf. Das Resultat ist das lösen des Filters von der Scheibe, ohne weiteren Zug -bzw.Kraftaufwand. Die Sauger selber sollen ein Gewicht von 7 Kilo standhalten, das verspricht zumindest der Hersteller.

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Die Trockenübung klappte hervorragend, ein sanfter Druck und der Filter löste sich von der Scheibe. Im Unterwassertest, und vor allem im Langzeittest, muss sich dieses System aber erst noch beweisen. Von der Idee her genial, das da noch niemand anderes draufgekommen ist, ist fast verwunderlich.

Nochmals zurück zu Haptik, wie zu erwarten macht der Kunstoff einen festen und gut verarbeiteten Eindruck. Er ist somit dem Verkaufspreis angemessen. Alles löst sich und lässt sich mittels “normalen” Druck wieder zusammen stecken. Nichts wackelt oder scheint Klapprig zu sein. Auch das Flügelrad wird mittels Abdeckung geschützt, was bei billigen Innenfiltern nicht immer der Fall ist.

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Vor allem bei den “günstigeren” Innenfiltern (Marke hin oder her) liegt das Rad oftmals frei und ungeschützt herum. Zwar muss dort das Flügelrad auch geführt werden, allerdings übernimmt das nicht eine extra Abdeckung/Führung wie im diesem Fall, sondern das Filtergehäuse selber. So kann es schonmal leicht frimelig werden beim zusammenstecken. Außerdem gewährleistet eine direkte Achsführung, wie hier, eine höhre Laufruhe.

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Ein weiterer Vorteil des Innenfilter ist das zurückhalten des “verdreckten” Wassers beim herausnehmen. Im Betrieb wird das Aquarienwasser angesaugt und durch die Filtermedien geleite, anschließend läuft es gereinigt wieder zurück ins Aquarium. Nicht anders ist es auch hier. Allerdings ist es bei normalen Systemen so, das beim herausnehmen des Filters aus dem Aquarium (im ausgeschaltem Zustand), das Wasser den umgekehrten Weg wieder ins Aquarium nimmt. Dadurch schwemmt es ein Teil des Filterschlamms wieder zurück in das Aquarium. Das Resultat ist eine Braune Brühe die das Wasser im Aquarium unschön aussehen lässt.

Beim CristalProfi i (greenline) verhindern Querstege das zurückfließen. Zwar muss auch hier das Wasser irgendwie raus, aber nicht den umgekehrten weg sondern den richtigen, also gefilterten Weg. Am besten sieht man sich hierzu das 6 Minuten Promo-Video von JBL an.

In dem Video kann man auch mein Hauptanliegen des Filters sehen. In meinem Fall möchte ich den Innenfilter als Zusatzfilter nutzen, hierfür gibt es eine Vielzahl an Filterspezifischen Einsätzen.

Außerdem ist es möglich zu sein in einem leeren Filtergehäuse (ohne Filterschwamm), auch Zusatz Filtermaterial zu füllen das nicht Gerätespezifisch ist.

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