Test des TopClean II, JBL´s Oberflächenabsauger (2012)

Ich vermute das jeder Aquarianer sich einmal mit der Kahmhaut auseinandersetzen darf, bei mir war das nicht anders. Diese komisch weiß schillernde Schicht auf der Wasseroberfläche sieht nicht nur unschön aus, sondern verhindert auch einen optimalen Gasaustausch zwischen Wasser und Luft.

Die einfachste Methode deren Herr zu werden, ist der Einsatz eines Skimmers oder Oberflächenabsaugers. Zwar verlagert man das Bakterienproblem von der Wasseroberfläche in den Filter, aber Nachteile konnte ich dadurch nicht feststellen. Trotzt angeschlossenen OFA (Oberflächenabsauger) wurde mein Filterintervall nicht höher und auch das vielzitierte “Verschlammen” im Filter blieb aus.

Der alte OFA (Oberflächenabsauger) der seit vielen Jahren einen guten Dienst im Aquarium verrichtete, hat irgendwann beim putzen ein paar Zähne an seinem Kamm gelassen. Damit das Loch nicht all zu groß wurde, habe ich es kurzerhand mit einem Kabelbinder “repariert”. Allerdings hatte das zur Folge das seine Tätigkeit dadurch stark beeinträchtigt wurde und eine stetiges nachjustieren nötig war. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich ganz zufrieden mit dieser günstigen OFA Alternative.

Gut aber defekt
Gut aber defekt

Der OFA TopClean II

Mit dem JBL TopClean liebäugelte ich schon eine ganze Weile, da dieser eine gänzlich andere Form als mein obiger OFA bietet. Der JBL wird durch seine 1/4 Kreisform in der Ecke des Aquariums untergebracht, was trotz seiner Größe dadurch recht unauffällig ist.

Bildquelle: JBL.de
Bildquelle: JBL.de

Lieferumfang

Geliefert wird der TopClean 2 in einem Pappkarton ohne zusätzliche Anleitung. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, da die rückseitig bebilderte Anleitung völlig ausreichend ist.

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Der OFA selber wirkt wertig und das verwendete Plastik macht den Eindruck von Langlebigkeit (bei mir 3 Jahre). Mitgeliefert wird alles was auf dem Bild zu sehen ist.

  • der OFA Körper (Teilbar für niedrigere Becken)
  • Ansaugbogen für 9/12, 12/16 oder 16/22er Schlauch
  • Einstellstab für das Verhältnis von obere zur unterer Ansaugung

Die Praxis

Für den Einbau ist alles schon fix und fertig vormontiert. Der JBL OFA wird so geliefert, das er den eigentlichen Ansaugbogen im Aquarium ersetzt.

Bildquelle: JBL.de
Bildquelle: JBL.de

Da ich beim Ein- und Auslass mein geliebtes Eheim Installationsset benutze, musste eine kleinere Anpassung am JBL OFA vorgenommen werden. Der Umbau war aber nicht weiter problematisch, dazu wurde einfach nur einen Schlauch als Adapter zwischen OFA und dem Installationsset von Eheim gesteckt.

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Fertig montiert und im Aquarium versenkt verrichtet der OFA seinen Dienst anstandslos und vor allem geräuschlos. Ich vermute das durch die Größe und des hohen Gewichts des Schwimmers, sowie durch seine gebogene Form, das Oberflächenwasser relativ lautlos über seine breite Fläche einfließen kann.

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Es ist wirklich nichts zu hören. Anfänglich habe ich schon gedacht das Sch**ßteil funktioniert nicht richtig, bis sich ein Pflanzenstück in Richtung OFA bewegte.

Der OFA selbst ist dann noch leise wenn der Schieber für den unteren Einsog (Boden) komplett geschlossen ist. In diesem Fall wird das komplett angesaugte Aquarienwasser über den Kamm (Schwimmer) eingesogen. Der alte kleine OFA hat sich bei dieser Aktion in 2 Sekunden Rhythmus unter die Wasseroberfläche verabschiedete und dabei Gänsehautverdächtige Gluggergeräusche erzeugt.

Fazit

Er ist größer und er ist breiter als die meisten Skimmer, durch seiner Platzierung in der hinteren Ecke aber auch unauffällig. Dank der großen Ansaugfläche (Kamm) ist der Oberflächenabsauger ein sehr leiser Vertreter seiner Gattung. Die  wenigen Einstellungen sind einfach zu bewerkstelligen und durch seine herausnehmbare Justierspindel ist der OFA von JBL auch in sehr flachen Abdeckungen nutzbar.

 

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