Aus dem Leben: Mein erster Interzoo Besuch

Aus dem Leben: Mein erster Interzoo Besuch

In den Tagen zwischen dem 26. und 29. Mai ist es endlich wieder soweit und das Nürnberger Messegelände öffnet seine Türen für die Interzoo, das ist „die“ internationale Fachmesse für den Heimtierbedarf – laut eigener Aussage. Logischerweise bin ich wieder dabei.

Das erste mal Interzoo

Wehmütig denke ich zurück an meine erste Messe, es war Ende 2011 als es für mich feststand das es mein größter Wunsch ist die Interzoo zu besuchen. Was ja leider nicht so ohne weiteres möglich ist. Ich weiß noch genau wie ich meine erste Anfrage per Mail, mit der bitte mir einen Zutritt zur ihrer Messe zu gewähren, an in die dafür zuständige Abteilung für die „Zulassung von Fachbesucher“ (heißt wirklich so) schrieb. Natürlich wollte man zuerst meine Webseite genau in Augenschein nehmen, man will ja sicher gehen das nicht jeder Hinz und Kunz der einen Blog betreibt lustig in der Messe herumspaziert, sondern das der Blog in irgendeiner Weise ein bisschen Seriös wirkt und natürlich auch was mit dem Thema Heimtiere zu tun hat.

Die Interzoo selber ist ja eine reine Fachmesse und somit dem öffentlichen Publikumsverkehr verwehrt. Ich gebe ehrlich gesagt zu das mir die ganze Sache nicht ganz geheuer war und ich mir lange überlegt habe bei der Pressestelle der Interzoo anzufragen! Was ist wenn ein „Konsortium“ der Meinung ist das meine Homepage nicht mal ansatzweise nach seriösen Online-Journalismus aussieht? Nicht nur das mein Wunsch die Interzoo zu besuchen verwehrt wird! Nein, damit wäre auch bestätigt das meine Arbeit als Publizist keinen Pfifferling wert ist. So sollte es aber zum Glück nicht kommen.

Akkreditierung

Ein paar Tage darauf kam meine erlösende Nachricht seitens der Pressestelle, da stand in etwa drin das nach reichlicher Sichtung meiner Webseite einer Akkreditierung nichts im Wege steht. Geil! Ich habe eine Akkreditierung, ich wurde also doch tatsächlich akkreditiert!

Voller Freude war mein erster Schritt das öffnen meines Browser und Google erst mal fragen was überhaupt Akkreditierung heißt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung was das heißen soll. Schlecht kann es ja nicht sein, aber was sich hinter diesem Wort wirklich versteckt wusste ich natürlich bis dato nicht. Wikipedia schrieb folgendes dazu: „Im Journalismus bezeichnet Akkreditierung die Zulassung von Medienvertretern zu bestimmten Veranstaltungen“. Also doch, ich bin dabei! Alles was jetzt noch zu tun ist, ist schlappe sechs Monate zu warten.

Der ersehnte Tag

Irgendwann war dann auch der 17. Mai. Bewaffnet mit der geliehenen Kamera eines Bekannten, ich vermute einmal das das Smartphone als Presseknipse nicht sehr vertrauenerweckend aussieht, verließ ich die Haltestelle am Nürnberger „Messegelände“.

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Ab durch die Tür und sich erstmal grob orientieren und dabei möglichst routiniert wirken. Die Empfangshalle war echt groß, genauso wie der Besucheransturm, der anscheinend genau wusste was zu tun ist. Jeder bewegte sich Zielstrebig dahin wo er allen Anschein nach auch hin musste. Jetzt heißt es für mich bloß nicht zeigen das ich von Nix einen Schimmer habe. Rechts waren Spinte in denen man Utensilien gegen ein bisschen Bargeld sicher verstauen konnte. Gerade vor mir waren einige Kassen von denen etwa 3 besetzt waren. Die Tageskarte 19,-€ und eine Dauerkarte 32,- €. Das dürfte kein Problem sein, soviel Geld habe ich dabei. Links von den Kassen war ein Tresen mit der Aufschrift Pressestand. Sieht so aus als müsste ich dort meine Pressekarte abholen.

Also ab zur Theke! Wo ich nach kurzer Vorstellung darum gebeten wurde meine Akkreditierungsnummer samt Personalausweis vorzulegen. Nach einer kurzen Zeit sagte die Dame der Pressestelle, ohne dabei ihre Augen vom Monitor zu nehmen, folgenden Satz:

„Da stimmt was nicht!“.

Na toll! Es stimmt was nicht! Da frage ich mich doch ob ich noch was beantragen hätte müssen oder vielleicht aber hatte man sich kurzerhand dazu entschlossen mir den Zugang zur Messe zu verweigern, da nach reiflicher Überlegung mein Blog nicht als investigativ genug gewertet wurde. Vielleicht habe ich aber auch irgendwas anderes falsch gemacht, irgendwas was jedem „Messe-Presse-Fuzzi“ von Vorhinein klar ist. Eigentlich wollt ich mich schon klammheimlich aus der Affäre ziehen, das wäre zu peinlich für mich wenn ich wegen irgendeinem Anfängerfehler die Messe nicht besuchen dürfte. Die Überlegung war nahe den erst begonnenen Tag mit viel Alkohol aus meinem Leben zu löschen 🙄 .Es war aber erst 8 Uhr früh und damit eigentlich 2 Stunden zu bald für das erste Bier 😆 . Außerdem hatte nur die teure Imbissbude offen, außer MC Donald´s führt neuerdings Irish-Coffee in einer vernünftigen Dosis in seinem Frühstücksmenü. Ich hatte meinen Fluchtplan noch nicht zu Ende gedacht, da wurde ich aus meinen Gedanken gerissen:

„Der Computer spinnt schooon wieder! Das haben wir aber gleich ich muss ihn nur wieder neu Starten!“.

Das war´s, der beschi…. Computer ist Schuld? Nicht ich, mein Blog oder die geliehene verfl…. Kompaktkamera des Cousins!?

„Hier Bitteschön, ihr Ausweis und eine Broschüre für die Messe. Ich wünsche ihnen viel Spaß.“

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Ab durch die Kasse

Mit einer „das-war-mir-schon-klar-und-bringt-mich-nicht-aus-der-Ruhe“ Mine nahm ich meinen Ausweis samt Broschüre entgegen und bedankte mich höflich. Ist also doch alles nur halb so schlimm, ich habe alles richtig gemacht, ich bin also doch cleverer als ich dachte. Mit neuem Selbstbewusstsein und etwa 5 cm größerer Körperhaltung ging es dann zur Kasse. Nach ein paar Besucher vor mir kam ich dann endlich an die Reihe. Da sich hinter mir schon ein leichter Stau anbahnte, wollte ich die Sache mit viel Sachverstand und vor allem routiniert über die Bühne bringen.

„Einmal eine Dauerkarte bitte“

…sprach ich, während ich zur gleichen Zeit mit einem lässigen Lächeln meinen Presseausweis der Kassiererin vor die Nase hielt.

Diese Antwortete dann ebenso lässig…

„wohl neu hier… mit Presseausweis kommen sie doch umsonst rein und müssen sich nicht an der Kasse anstellen.“

Das Grinsen meines Gesichtes machte Platz für eine leicht rötende Gesichtsfarbe ohne grinsen! Mit einem…

„Ohhh, das ist toll“

… verschwand ich zielstrebig und sehr schnell mit eingezogenem Nacken aus dem Sichtbereich der Kasse. Schnell habe ich aber die ersten 10 Minuten verdaut, denn ich war drin, in der Messe extra für Fachbesucher wie ich einer bin.

Ich bin angekommen

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Viel erörtern brauch ich euch heute über eine Messe die 4 Jahre zurückliegt nicht. Alles was damals Neu und Bahnbrechend war ist heute schon kalter Schnee oder Kaffee von Gestern. Leider konnte ich die in zwei Jahre Turnus stattfindende Messe im Jahr 2014 nicht besuchen. Allerdings möchte ich euch ein paar geschossene Fotos/Alben der Interzoo 2012 nicht vorenthalten und mich somit selber auf die Messe 2016 einstimmen.

Es gab schöne Aquarien…

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…etliche Stände…

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…einige Kuriositäten…

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…verschiedene Berühmtheiten…

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…und natürlich Babes  😉

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