Test JBL Osmose 120 (2013)

Test JBL Osmose 120 (2013)

Schon lange spielte ich mit dem Gedanken mir eine Osmose (eigentlich Umkehrosmose) Anlage zu besorgen. Unser Leitungswasser hat den ein oder anderen Messwert der mir doch recht in die Nase steigt. Ein Beispiel wäre das Silikat! Unser Leitungsheimer sprengt diesbezüglich alle Messskalen der konventionellen Messmethode ;-).

DSC00308

So wie auf dem Bild, verfärbt sich die Indikatorflüssigkeit wenn man das kühle Nass unbehandelt misst. Spaßeshalber habe ich mir einmal die Mühe gemacht das Wasser soweit mit destilliertem zu verdünnen, bis man eine Färbung erhält die sich auch auf der Farbkarte bestimmen lässt. Anschließend nimmt man das Verhältnis Leitungswasser zu Destillierten und multipliziert den Wert (also bei 4 Teilen destillierten eben 4) mit dem angezeigten Wert. So ermittelt man den eigentlichen Silikatgehalt.

Lieferumfang

Im Karton des Probanden befindet sich

  • der Kohlefilter,
  • der Feinstfilter 5 μ,
  • das Membrangehäuse,
  • viele bunte Schläuche
  • eine sehr gut erläuternde und bebilderte Bedienungsanleitung.

DSC00279

Mehr ist da nicht drin! Für was auch 🙂

Inbetriebnahme

Ich gebe zu, im Vorhinein habe ich mir schon Gedanken gemacht wie so etwas aufbaut ist! Immerhin sieht das ganze schon sehr beeindruckend, geradezu beängstigend aus. Da sind seine 3 Behälter (manchmal noch mehr) und seine vielen farbigen (manchmal auch gleichfarbigen) Schläuche, die für rechte Verwirrung sorgen. Allerdings war ich dann doch sehr angetan über die „plug&play“ Fähigkeit des Instrumentes.

Für ein besseres Verständnis wie einfach die Installation doch ist, eine etwas Überzogene Bedienungsanleitung.

  1. Auspacken (das war nicht allzu schwer)
  2. Halterungen an die Wand schrauben und Osmoseanlage eindrücken
    DSC00292
  3. Roter Schlauch mit 3/4 Zoll Anschlußfitting an den Wasserhahn schrauben
  4. Blauer Schlauch (Permeatausgang) in einem sauberen Eimer auffangen
  5. Roter Schlauch (Konzentratausgang) einfach in den Abguss
    DSC00306

 

Mehr muss man nicht machen, alle weiteren Maßnahmen wurden schon von der Firma JBL vormontiert. Die Schläuche selber sind mit einem Stecksystem (Schnellfitting) verbunden. So ein ähnliches System kennen Schrauberlinge von Druckluftgeräten wie Luftpistole, Lackierpistole, etc.

Das Einzige was man beachten sollte, ist das vorherige Spülen beim Erstbetrieb. Das heisst nichts anderes als beide Schläuche, also Konzentratausgang (rot) und Permeatausgang (blau), für etwa 2 Stunden in den Abfluss zu leiden. Auftretende Fragen werden bei JBL in der FAQ beantwortet.

Fazit

Hier schlage ich den Bogen zurück zum Anfang, mein sehr hoher Silikat-Wert von ca. 20 mg SiO2 pro Liter reduziert sich auf unter 0,8 mg/l. Was mich mehr als zufrieden stellt, den Rest erledigt mein Silikat Absorber mühelos. Außerdem ist die Karbonathärte, wie zu erwarten, auf den Wert Null gesunken. Die Installation und auch die Inbetriebnahme war Kinderleicht, manchmal machen mir Ü-Eier mehr Probleme :lol:. Den vorgegebenen praktischen Wert von 60 – 100 Liter/24 Stunden erfüllt das System auch bei mir im zweiten Stock. Somit erhält die JBL Osmose Anlage mein Prädikat sehr empfehlenswert. Das einzige was noch fehlt ist der Langzeittest, allerdings mache ich mir dahingehend weniger Sorgen.

 

1 Gedanke zu “Test JBL Osmose 120 (2013)

Kommentar verfassen